WYC News Blog

Stegaufbau in Corona Zeiten

STEG/H auf

Vor einem Jahr hätten wir wohl alle nicht vermutet, dass auch heuer der Stegaufbau 2021 kein soziales Event darstellen durfte, sondern in kleinstem Rahmen mit einem eingespielten Team und notwendigem Sicherheitsabstand über die Bühne gehen musste. Corona entpuppt sich zusehends als hartnäckiges Tiefdruckgebiet, das an unseren Nerven-Wanten und Ausdauer-Stagen zerrt und rüttelt. Selbst die Vendee Globe erscheint wie eine Kurzstreckenregatta gegen diese nicht enden wollende Irrfahrt, die immer an anderen Orten wieder von neuem Fahrt aufnimmt.
Viele
Tugenden sollten Segler nicht nur in Krisenzeiten auszeichnen – eine davon ist Geduld: Geduld beim Warten auf den Wind, Geduld im Regattasport beim Warten auf die richtige Gelegenheit anzugreifen und Geduld beim Warten, bis ein Sturm vorüberzieht. Aktuell befinden wir uns noch geduldig in der Phase des Abwetterns des Pandemiesturmes, dessen dritte Welle uns gerade auch hier in Wien voll erfasst hat, aber dessen Ende wir doch in absehbarer Nähe erahnen.
Die verordnete Ost-Osterruhe nehmen wir stoisch zur Kenntnis, wurde doch die Grundlage für ein sportliches Durchstarten nach Aufheben der aktuellen
Maßnahmen mit dem Stegaufbau gelegt: drei aus Holzbrettern verbundene Flosse auf einem Metallgestänge, das auf nur vier Schwimmkörper aufliegt, bilden die Unterlage für jedes der Segelboote der Clubmitglieder, unter denen auch 2021 die Finn-Klasse mit elf Vertretern dominiert. Erstaunlich leicht trägt jeder dieser simplen und doch so gefinkelten Stegkonstruktionen die 140kg dieses olympischen Ein-Mann Segelboots plus nochmals 2/3 des Gewichts der SeglerInnen und streckt damit auch seine Zunge in alle Richtungen auf der Alten Donau aus – wohl um dem Virus auszurichten: bald haben wir Dich unter Kontrolle und dann können wir, die Segler des WYC, nicht nur im Hausverband einsam dem Wassersport frönen sondern wieder das genießen, was das Clubleben auch so schön macht: die Gemeinsamkeit.

Derweilen wünschen wir viel Vergnügen mit den folgenden Lesetipps für einsame Osterfeiertage:
So kommen Segelvereine durch die Corona-Zeit (yacht.de)
Krisenmanagement | YACHTREVUE.at
Regattasegeln - Ausbildung und Praxis | freytag&berndt

95. Jahreshauptversammlung im WYC

Kurz Bericht von der 95.Jahreshauptversammlung des WYC am 28.2.2020

Besonders erwähnenswert:
Herbert Huber, Vizepräsident und Führerscheinreferent ist auf eigenen Wunsch vom Amt des Vizepräsidenten zurück getreten.
Neuer Vizepräsident in Personalunion mit dem Amt des sportlichen Leiters ist Günter Fossler.
Neuer Beisitzer im Vorstand ist Wilhelm Kasinger

Für seine langjährigen Verdienste ist Herbert Huber mit einstimmiger Zustimmung der JHV zum Ehrenmitglied ernannt worden.


IMG_4230_n

Bericht aus der Kronen Zeitung zur Pirat IÖSTM

„Piraten“ kämpften auf der Alten Donau um den Staatsmeister

* Bericht aus der Kronen Zeitung

Für Piraten hat es vergangenes Wochenende auf der Alten Donau einen ganz besonderen Schatz zu ergattern gegeben - bei der Staatsmeisterschaft in der Klasse Pirat wurde um den Pokal jedoch nicht mit Säbeln, sondern mit Segeln gekämpft. Die Segel-Staatsmeisterschaft im Wiener Yacht Club mitten in der Metropole Wien ließen sich 17 Teams aus fünf Nationen nicht entgehen.

Die Wetterbedingungen gestalteten sich jedoch schwierig - eine Flaute hätte den „Piraten“ beinahe einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Mindestanzahl von vier Wettfahrten, damit auch wirklich ein Staatsmeister gekürt werden kann, habe man mit Müh und Not zusammengebracht, erklärte Organisator Walter Schaschl im Gespräch mit krone.at.


Picture1

(Bild: krone.tv)
„Den Piraten kann man auch noch mit 100 Jahren segeln“ Der älteste Teilnehmer war stolze 80 Jahre alt: „Das ist meine 486. Wettfahrt an der Pinne eines Piraten“, so Helmut Seifert stolz. Er trat mit seiner Enkelin Angela Vondracek an. Der jüngste Segler Botond Kovacs-Buna ist dagegen erst 16 Jahre jung. „Ich glaube, den Piraten kann man auch noch mit 100 Jahren segeln“, ist der Ungar überzeugt, dass es bei diesem Typ kein Alterslimit gibt.
Für Matthias Reither von der Klassenvereinigung macht genau diese Tatsache den Reiz dieses Bootstyps aus: „Bei uns ist ganz Jung und auch Älter vertreten. Die Gemeinschaft und Freundschaft untereinander, auch abseits der Regattabahn, fand ich immer sehr nett an dieser Klasse.“




(Bild: krone.tv)Picture12



(Bild: krone.tv)
Ausgerechnet der Organisator der Veranstaltung wurde schließlich zum Staatsmeister gekürt. Schaschl und sein Vorschoter Wolfgang Wegl kennen das Revier wie ihre Westentasche. „Eigentlich war das eine kurzfristige Entscheidung“, erklärte Schaschl, dass dieses Ergebnis für sein Team ein Traum sei.
Picture13



Die „Piraten“-Staatsmeister Wolfgang Wegl (Vorschoter) und Walter Schaschl (Pinne)
(Bild: krone.tv)

Bericht Pirat IÖSTM

Werner Willimek
Bericht von der ÖSTM Pirat Klasse 2019 27.9.- 29.9. 2019
Wieder bekamen wir die ÖSTM der Piraten, nachdem uns der Klassenhäuptling Matthias Reiter darum gebeten hatte und wir nach kurzer Überlegung zustimmten. Viele Jahre, ja Jahrzehnte, waren ja die Piraten unser Stamm und wir hatten oft mehr als 25 Piraten an der Startlinie, klingende Namen wie Farthofer, Reimitz, Karner, uva durften wir zu Regatten begrüssen. Mit der Versicherung, die Landorganisation durch die Klassenmitglieder tatkräftig zu unterstützen, war uns ein gutes Gelingen schon fast sicher, also fast !

Die Vermessung bei schönen Wetter ist gut gelaufen, Danke an Günther Fleischmann. So wollten wir pünktlich nach der Begrüssung um 1200 starten, mussten uns aber dem Wetter beugen: wenig Wind und das aus Süden, Luv wäre beim Donauturm gelegen. Also Warten auf den angesagten Süd-Ost Wind, der nicht und nicht aufspringen wollte. Allgemeines angenehmes entspanntes Warten, wir haben ja den Samstag mit Nord-West Wetter ( feucht ? ) angesagt bekommen, die Abendstimmung war mit hervorragendem Spanferkel und Bierfässchen erstklassig, ein Disc Jockey versorgte uns mit 100kg Platten, ANALOG !

Samstag: wo ist der angesagte Wind ?? der mit 8-10 Knöpfen Basis wehen sollte ? Was lediglich stimmte, war die Feuchte, zeitweise klassischer Schnürlregen ohne Brise, also Warten, es wurde langsam eng. Endlich um 1400 der erste Start mit naja, mauen 4-5 Knoten NW. AUT2 Schaschi und AUT5, Matthias zeigten, wo`s lang geht, am Ende hatte Matthias von beiden das bessere Ende, Jens aus dem Norden und Sivi aus dem Osten folgten, aber es sollte noch anders kommen, leider nicht an diesem Tag, kein passender Wind mehr. Der Abend wurde kulinarisch , sonstigem ( ? ) und live Musik im Freien ( so schön wurde das Wetter noch ! ) genossen. An der Anschlagtafel setzten wir launigerweise ( die Wettervorhersagen waren ja nuuuuur flach ) ein Briefing um 1016 an, aber : um 1017 konnten wir nur staunen, weil eine nicht angekündigte Brise mit passablen 5 Knöpfen aus , oh Wunder, Süd-Ost das Frühstück ruckzuck beendete!

Um 1100 starteten wir die 2. Wettfahrt, nun waren wir schlagartig wieder guter Dinge, auch die Sonne ! und bei passablen Verhältnissen und verkürzter Bahn konnte Sivi aus CZE einen finalen Süddreher ausnützen und gewinnen, Schaschi hielt Matthias unter Kontrolle, dicht gefolgt von Jens. Freudige Gesichter und gleich der nächste Lauf, um die Zeit zu nutzen. Wir drückten auf die Tube.

1240 Start zur 3. Wettfahrt. Diesmal waren unser Freunde Sivi und Jens schon mit den Verhältnissen vertraut. Jens ließ nix anbrennen, hielt sich immer schön in Luv von Sivi und sorgte mit einem Ersten für gute Verhältnisse in seiner Statistik, ebenso Sivi. Schaschi arbeitete ebenso und konnte seinen Vorsprung auf Matthias wieder um einen Punkt ausbauen. Auch AUT 4 Andreas kam immer besser in Schwung ( wie das ? ) und folgte auf Platz 5. Nun waren wir alle total happy, weil : es war erst 1339 Uhr, also locker eine 4. Wettfahrt und damit ÖSTM möglich.

Start zur 4. WF um 1405 und ähnliche, teilweise tricky Verhältnisse, weil immer, aber nicht dauernd, die eine oder andere Südboe für Reaktionen und kleine Verschiebungen sorgte. Nun hatte Sivi mit Vorschoterin Siva seinen Rhythmus gefunden, souverän rundete er jede Boje als Führender und gab sie auch nicht mehr ab. Andi folgte entfesselt immer am 2. Platz ( siehe oben ), nur um den 3. Platz rangelten Albert, Jens und Schaschi. Zur 2. Luv hatten Walter und schon den 3er, konnten den gegen Andi Decker nicht halten ( der Wind, der Wind ) aber dann sorgte er mit einem 5. knapp vor dem Paar Matthias/Manuela aber für den Meisterschaftstitel. Eine Minute vor 1500 hatten wir eine gültige Meisterschaft im Kasten, alle, aber wirklich alle waren glücklich. Int. Meister wurden das Paar Sivi/Siva vor Bauditz/Lorenz als liebenswerte Mannschaften, die versprachen, uns wieder die Ehre zu geben.

Wir feierten Walter Schaschl/ Wolfgang Wegl als Staatsmeister und das auf einem Holzschiff, das genau 50 Jahre zuvor mit Reimitz/Schmid schon ein Meisterschiff war und dann vor einigen Jahren von Bernd Pintarich aufwendig restauriert wurde. Berührende Gratulationen und endlose HippHurras und Danke an die Klasse, es war schön ! Und: die befürchtete Brücke über unsere Alte ist eine Ente der Zeitung und schön im Uferdickicht verschwunden …..

Sonderbericht zur Clubmeisterschaft 2019

Betrachtung aus der zweiten Reihe
Dieses Jahr hatte ich das Vergnügen mit dem Zugvogel von Willi, einem wunderschönen Holzboot, an unserer Clubregatta teilzunehmen. Bei schönen Wetter wurden am Samstag drei und am Sonntag wegen schlechter Windverhältnisse nur mehr eine Wettfahrt gesegelt. Nach jeweils guten Start konnte ich allerdings das Potential des Schiffs nicht nutzen, was an dem für das Boot zu leichten Wind lag, also hatte ich genügend Zeit mir die Zehner, die immer in unserer Nähe waren anzusehen. Ich muss wirklich sagen, es war sehr schön diesen alten Booten zuzusehen, wie sie bei wenig Wind mit ihren großen Segeln und schlanken Rumpf elegant durchs Wasser gleiten. Allerdings musste ich trotz dieser Ablenkungen sehr darauf achten das ich keine Schwimmer oder Ausflugsboote über den Haufen fahre, da diese, geschuldet dem schönen Wetter, massenweise am Wasser waren. Alles im allen hatten wir, ich und meine beiden Vorschoterinnen Ulli und Angelika, ein sehr schönes Wochenende was ich jederzeit wiederholen würde, auch wenn man nicht vorne mitfährt.
Bruno Braumüller

Picture3