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Bericht aus der Kronen Zeitung zur Pirat IÖSTM

„Piraten“ kämpften auf der Alten Donau um den Staatsmeister

* Bericht aus der Kronen Zeitung

Für Piraten hat es vergangenes Wochenende auf der Alten Donau einen ganz besonderen Schatz zu ergattern gegeben - bei der Staatsmeisterschaft in der Klasse Pirat wurde um den Pokal jedoch nicht mit Säbeln, sondern mit Segeln gekämpft. Die Segel-Staatsmeisterschaft im Wiener Yacht Club mitten in der Metropole Wien ließen sich 17 Teams aus fünf Nationen nicht entgehen.

Die Wetterbedingungen gestalteten sich jedoch schwierig - eine Flaute hätte den „Piraten“ beinahe einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Mindestanzahl von vier Wettfahrten, damit auch wirklich ein Staatsmeister gekürt werden kann, habe man mit Müh und Not zusammengebracht, erklärte Organisator Walter Schaschl im Gespräch mit krone.at.


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(Bild: krone.tv)
„Den Piraten kann man auch noch mit 100 Jahren segeln“ Der älteste Teilnehmer war stolze 80 Jahre alt: „Das ist meine 486. Wettfahrt an der Pinne eines Piraten“, so Helmut Seifert stolz. Er trat mit seiner Enkelin Angela Vondracek an. Der jüngste Segler Botond Kovacs-Buna ist dagegen erst 16 Jahre jung. „Ich glaube, den Piraten kann man auch noch mit 100 Jahren segeln“, ist der Ungar überzeugt, dass es bei diesem Typ kein Alterslimit gibt.
Für Matthias Reither von der Klassenvereinigung macht genau diese Tatsache den Reiz dieses Bootstyps aus: „Bei uns ist ganz Jung und auch Älter vertreten. Die Gemeinschaft und Freundschaft untereinander, auch abseits der Regattabahn, fand ich immer sehr nett an dieser Klasse.“




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(Bild: krone.tv)
Ausgerechnet der Organisator der Veranstaltung wurde schließlich zum Staatsmeister gekürt. Schaschl und sein Vorschoter Wolfgang Wegl kennen das Revier wie ihre Westentasche. „Eigentlich war das eine kurzfristige Entscheidung“, erklärte Schaschl, dass dieses Ergebnis für sein Team ein Traum sei.
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Die „Piraten“-Staatsmeister Wolfgang Wegl (Vorschoter) und Walter Schaschl (Pinne)
(Bild: krone.tv)

Bericht Pirat IÖSTM

Werner Willimek
Bericht von der ÖSTM Pirat Klasse 2019 27.9.- 29.9. 2019
Wieder bekamen wir die ÖSTM der Piraten, nachdem uns der Klassenhäuptling Matthias Reiter darum gebeten hatte und wir nach kurzer Überlegung zustimmten. Viele Jahre, ja Jahrzehnte, waren ja die Piraten unser Stamm und wir hatten oft mehr als 25 Piraten an der Startlinie, klingende Namen wie Farthofer, Reimitz, Karner, uva durften wir zu Regatten begrüssen. Mit der Versicherung, die Landorganisation durch die Klassenmitglieder tatkräftig zu unterstützen, war uns ein gutes Gelingen schon fast sicher, also fast !

Die Vermessung bei schönen Wetter ist gut gelaufen, Danke an Günther Fleischmann. So wollten wir pünktlich nach der Begrüssung um 1200 starten, mussten uns aber dem Wetter beugen: wenig Wind und das aus Süden, Luv wäre beim Donauturm gelegen. Also Warten auf den angesagten Süd-Ost Wind, der nicht und nicht aufspringen wollte. Allgemeines angenehmes entspanntes Warten, wir haben ja den Samstag mit Nord-West Wetter ( feucht ? ) angesagt bekommen, die Abendstimmung war mit hervorragendem Spanferkel und Bierfässchen erstklassig, ein Disc Jockey versorgte uns mit 100kg Platten, ANALOG !

Samstag: wo ist der angesagte Wind ?? der mit 8-10 Knöpfen Basis wehen sollte ? Was lediglich stimmte, war die Feuchte, zeitweise klassischer Schnürlregen ohne Brise, also Warten, es wurde langsam eng. Endlich um 1400 der erste Start mit naja, mauen 4-5 Knoten NW. AUT2 Schaschi und AUT5, Matthias zeigten, wo`s lang geht, am Ende hatte Matthias von beiden das bessere Ende, Jens aus dem Norden und Sivi aus dem Osten folgten, aber es sollte noch anders kommen, leider nicht an diesem Tag, kein passender Wind mehr. Der Abend wurde kulinarisch , sonstigem ( ? ) und live Musik im Freien ( so schön wurde das Wetter noch ! ) genossen. An der Anschlagtafel setzten wir launigerweise ( die Wettervorhersagen waren ja nuuuuur flach ) ein Briefing um 1016 an, aber : um 1017 konnten wir nur staunen, weil eine nicht angekündigte Brise mit passablen 5 Knöpfen aus , oh Wunder, Süd-Ost das Frühstück ruckzuck beendete!

Um 1100 starteten wir die 2. Wettfahrt, nun waren wir schlagartig wieder guter Dinge, auch die Sonne ! und bei passablen Verhältnissen und verkürzter Bahn konnte Sivi aus CZE einen finalen Süddreher ausnützen und gewinnen, Schaschi hielt Matthias unter Kontrolle, dicht gefolgt von Jens. Freudige Gesichter und gleich der nächste Lauf, um die Zeit zu nutzen. Wir drückten auf die Tube.

1240 Start zur 3. Wettfahrt. Diesmal waren unser Freunde Sivi und Jens schon mit den Verhältnissen vertraut. Jens ließ nix anbrennen, hielt sich immer schön in Luv von Sivi und sorgte mit einem Ersten für gute Verhältnisse in seiner Statistik, ebenso Sivi. Schaschi arbeitete ebenso und konnte seinen Vorsprung auf Matthias wieder um einen Punkt ausbauen. Auch AUT 4 Andreas kam immer besser in Schwung ( wie das ? ) und folgte auf Platz 5. Nun waren wir alle total happy, weil : es war erst 1339 Uhr, also locker eine 4. Wettfahrt und damit ÖSTM möglich.

Start zur 4. WF um 1405 und ähnliche, teilweise tricky Verhältnisse, weil immer, aber nicht dauernd, die eine oder andere Südboe für Reaktionen und kleine Verschiebungen sorgte. Nun hatte Sivi mit Vorschoterin Siva seinen Rhythmus gefunden, souverän rundete er jede Boje als Führender und gab sie auch nicht mehr ab. Andi folgte entfesselt immer am 2. Platz ( siehe oben ), nur um den 3. Platz rangelten Albert, Jens und Schaschi. Zur 2. Luv hatten Walter und schon den 3er, konnten den gegen Andi Decker nicht halten ( der Wind, der Wind ) aber dann sorgte er mit einem 5. knapp vor dem Paar Matthias/Manuela aber für den Meisterschaftstitel. Eine Minute vor 1500 hatten wir eine gültige Meisterschaft im Kasten, alle, aber wirklich alle waren glücklich. Int. Meister wurden das Paar Sivi/Siva vor Bauditz/Lorenz als liebenswerte Mannschaften, die versprachen, uns wieder die Ehre zu geben.

Wir feierten Walter Schaschl/ Wolfgang Wegl als Staatsmeister und das auf einem Holzschiff, das genau 50 Jahre zuvor mit Reimitz/Schmid schon ein Meisterschiff war und dann vor einigen Jahren von Bernd Pintarich aufwendig restauriert wurde. Berührende Gratulationen und endlose HippHurras und Danke an die Klasse, es war schön ! Und: die befürchtete Brücke über unsere Alte ist eine Ente der Zeitung und schön im Uferdickicht verschwunden …..

Sonderbericht zur Clubmeisterschaft 2019

Betrachtung aus der zweiten Reihe
Dieses Jahr hatte ich das Vergnügen mit dem Zugvogel von Willi, einem wunderschönen Holzboot, an unserer Clubregatta teilzunehmen. Bei schönen Wetter wurden am Samstag drei und am Sonntag wegen schlechter Windverhältnisse nur mehr eine Wettfahrt gesegelt. Nach jeweils guten Start konnte ich allerdings das Potential des Schiffs nicht nutzen, was an dem für das Boot zu leichten Wind lag, also hatte ich genügend Zeit mir die Zehner, die immer in unserer Nähe waren anzusehen. Ich muss wirklich sagen, es war sehr schön diesen alten Booten zuzusehen, wie sie bei wenig Wind mit ihren großen Segeln und schlanken Rumpf elegant durchs Wasser gleiten. Allerdings musste ich trotz dieser Ablenkungen sehr darauf achten das ich keine Schwimmer oder Ausflugsboote über den Haufen fahre, da diese, geschuldet dem schönen Wetter, massenweise am Wasser waren. Alles im allen hatten wir, ich und meine beiden Vorschoterinnen Ulli und Angelika, ein sehr schönes Wochenende was ich jederzeit wiederholen würde, auch wenn man nicht vorne mitfährt.
Bruno Braumüller

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Bericht Clubmeisterschaft 2019


Clubmeisterschaft WYC -
Regattabericht

Windfinder und Windlücken

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Mitten im Wald beim Radfahren auf einem verschlammten Wildschweinpfad erreichte mich das Ansuchen (und die Pflichterinnerung als 3. Platziertem vom WYC) von Bruno. Unser Oberbootsmann erbat einen Regattabericht für die vor 5 Wochen stattgefundene Clubmeisterschaft.
Nach Einnahme von erinnerungsfördernden Pflanzen (Ginkgo und Hopfen) und einem Anruf bei Herbert Huber (der Mann mit dem Langzeitgedächtnis) kann ich mich wieder ein wenig erinnern:

Die Windfinder-App-Prognosen eine Woche vor der Clubmeisterschaft ließen Hoffnung und Respekt aufkeimen: 3 bis 5 Bft, zum Sonntag hin weniger. Aber mit jedem Tag in Richtung Regatta verschwand diese Windhoffnung.
Am Samstag, nach einer kurzen Startverschiebung, konnten wir aber zwei durchaus spannende Wettfahrten segeln. Die drehenden Alte-Donau-Winde bei 1 - 3 Bft und zwischendrin kleinen Windlöchern auf der Regattabahn waren für die alte Donau und deren Segler (Augen und Ohren auf!) nicht wirklich überraschend.
Die erste Wettfahrt gewann Matthias Reiter auf OK-Jolle, gefolgt von Peter Grögl (Finn) und dem drittplatzierten Walter Schaschl und Wolfgang Wegl als Vorschoter auf dem schnellen Regattapiraten.
Die 2. Wettfahrt konnten Schaschl/Wegl vor Grögl Peter und Emanuel Braumüller (Finn) für sich entscheiden.
Die 3. Wettfahrt am Sonntag mit Start um 10 Uhr brachte dann die überraschende Entscheidung für die heiß umkämpfte Clubmeisterschaft. Peter Grögl auf Finn gewann diese Wettfahrt und wurde damit Regatta Gesamtsieger.

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Den Clubmeistertitel 2019 hingegen nahm Emanuel Baumüller (rahrahrah) mit nach Hause, dicht gefolgt von Schaschl/Wegl.

Die ausgeschriebene 4. Wettfahrt wurde wegen sich ankündigender Windflaute (arge Winddreher mit zwischendurch sogar Westwind!) von der WWWettfahrtleitung nicht mehr angedacht, schlußendlich eine richtige Entscheidung.

RahRahRah:
Herzlichen Dank an die Wettfahrtleitung Werner Willimek und dessen Helfer und Helferinnen.
Großen Dank an Hanni & Co für die Küchen- und Verpflegungsdienste.

Bericht von Horst Kaiblinger (O-Jolle AUT 81) 13.10.2019

Bericht Otto-Slawicek-Memorial

Härteste Bedingungen beim Otto Slawicek Memorial
Erstmalig wieder O-Jollenregatta in Wien

Bei eisigen Temperaturen  (5 Grad plus am Morgen) starteten Piraten und O-Jollen zu je 2 Wettfahrten am 13. &. 14. April.
7 Piraten und 5 O-Jollen ließen sich weder durch niedrige Temperaturen, verschärft durch extrem drehende Winde am Samstag
bzw. Regen verheißende Wetteraussichten abhalten und gingen aufs Wasser. Es gab schöne Positionskämpfe, bei denen sich die „Profis“
durchsetzten. Trotzdem blieb das Feld relativ geschlossen.Reiter/Reiter gewannen mit 3 ersten Plätzen und konnten die 4. Wettfahrt nach Erprobung der neuen Fock
abbrechen und als Streicher verbuchen. Altmeister Helmut Seifert bewies – segeln erhält jung und hielt mit den Jungen mit.
 
Bei der ersten O-Jollenregatta in Wien seit 2015 ging es auch um den Wanderpreis „Wiener O-Jollenpreis“. Martin Lehner gewann knapp bei gleicher Punktezahl vor
Michael Fischer und bewahrt daher den Wanderpreis bis zur nächsten Wiener O-Jollenregatta auf. Kleines Missgeschick von Herbert Böhm , der sein neues Boot am Steg
erst einmal zwecks Reinigung umlegte (dank guter Kleidung blieb er einsatzfähig). Leider mußte AUT 82 vorzeitig aufgeben, da sich am neu restaurierten und noch nicht getesteten
Boot mehrere Probleme ergaben, die ein Weitersegeln verhinderten.
 
Als besonders wetterfest erwiesen sich Helga, Peter und Günter auf den Wettfahrtleiter- bzw. Jurybooten, denn ihnen waren die Bewegungsübungen der segelnden Teilnehmer
nicht möglich. Ein großes Lob der Teilnehmer für Hanni, die für Kaffee, Kuchen, stärkende Brote und ein reibungsloses Abend – und Mittagessen für die Hungernden und Halberfrorenen sorgte.
Alles in allem – es war trotz Eiszeit ein schönes Regattawochenende !

Herbert Huber